Historischer Hintergrund
Die Marbury-Fibel ist eine vollständig erhaltene angelsächsische Scheibenfibel aus Silber, die auf die Zeit um 800 bis 900 nach Christus datiert wird. Sie wurde in der Nähe von Marby-cum-Quoisley in Cheshire gefunden. Bei der Grabung stieß man auf Fragmente anderer Broschen sowie auf einen silbernen Penny des Königs Wiglaf von Mercia. Die Fibel gehört zu einer Gruppe angelsächsischer Fibeln aus dem 9. Jahrhundert, die durch ihre durchbrochene, kreuzförmige Form im Trewhiddle-Stil gekennzeichnet sind und als Elmsett-Typus bezeichnet werden.
Gestaltung und Ornamentik
Am Rand der Fibel erkennt man Paare mythischer Wesen. Das Original besteht aus Silber und ist durch zwei Kreuze mit konkaven Armen unterteilt. Daraus entsteht ein achtarmiges sternförmiges Motiv, das mit Ranken- und Blattwerkornamenten verziert ist, die mit Niello eingelegt sind. Die Felder zwischen den Armen sind mit durchbrochenen, stilisierten Kreaturen im spät angelsächsischen Trewhiddle-Stil ausgefüllt. Deren Kopf wendet sich nach unten und zur Mitte der Fibel.
Sammlung und Ausstellung
Die Marbury-Fibel ist Teil der ständigen Ausstellung des Liverpool National Museums unter dem Titel "Treasure: History Unearthed". Es sind derzeit 15 frühmittelalterliche Scheibenfibeln dieses Typus bekannt. Von diesen bestehen 12 aus Silber und 3 aus einer vergoldeten Kupferlegierung.
Produktdetails
- Durchmesser: 5 cm
- Material: Bronze, echt versilbert
- Nadelkonstruktion: stabil, für kräftige Wollstoffe geeignet
- Verarbeitung: Aufgesetzte Buckel in kontrastierendem Material