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Römischer Sklaven-Anhänger

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Historischer Kontext

Im Römischen Reich gerieten unzählige Menschen durch Kriege, Raubzüge oder Verschuldung in die Sklaverei und wurden auf Märkten verhandelt. Viele mussten über Jahrhunderte in Bergwerken schuften oder als Ruderer auf Galeeren dienen, während es Feld- und Haussklaven etwas besser erging. Um Entflohene wiederzufinden, trugen manche Sklaven einen Halsring mit einem Anhänger, der eine Belohnung für die Rückführung versprach. Wer mehrfach flüchtete, riskierte ein F für fugitivus, das ihm auf die Stirn gebrannt wurde.

Das Zoninus-Halsband

Das historische Vorbild dieser Replik ist das sogenannte Zoninus-Halsband, das im Museo Nazionale alle Terme de Diocleziano in Rom ausgestellt ist. Es handelt sich um das am besten erhaltene römische Sklaven-Halsband und das einzige bekannte vollständig erhaltene Exemplar mit Halsring und Anhänger. Datierungen weisen auf das 4. Jahrhundert n. Chr. hin. Fast identische Anhänger sind auch von anderen Fundorten bekannt, wobei insgesamt etwa 45 Exemplare dieser Art erhalten blieben.

Inschrift und Belohnung

Der Anhänger trägt die Inschrift: FUGI TENE ME CVM REVOCV VERIS ME DM ZONINO ACCIPIS SOLIDVM. Dies bedeutet übersetzt: Ich bin weggelaufen. Halt mich fest! Wenn du mich zu meinem Herrn Zoninus zurückbringst, erhältst du einen Solidus. Das Original-Halsband war aus Eisen gefertigt und diente als greifbarer Nachweis des Eigentums und der Fluchtgefahr.

Schutz und Alltag der Sklaven

Die römische Gesetzgebung enthielt einige Bestimmungen zum Schutz der Sklaven, die verpflichtet waren, ernährt, bekleidet und mit einem Bett versorgt zu werden. Sie konnten weiterverkauft, verliehen und vererbt werden. Die Lage der Stadtsklaven war in der Regel günstiger als die der Landarbeiter, da sie oft weniger hart arbeiten mussten. Nach der Arbeit durften sie mit Erlaubnis ins Theater, in Bäder, in den Circus oder in Wirtshäuser gehen. Zuweilen wurden sie für ihre Arbeit entlohnt oder konnten sich aus Trinkgeldern eine Rücklage sparen, um sich freizukaufen.

Soziale Beziehungen und Familie

Bei Sklaven, die als Schreiber, Erzieher oder Amme tätig waren, entstanden teils freundschaftliche Bindungen, die zu Beförderung oder sogar Freilassung führen konnten. Offizielle Ehen waren nicht möglich, doch mit Erlaubnis des Besitzers durften Paare zusammenleben und Kinder zeugen. Diese Kinder wurden als Sklaven geboren und gehörten automatisch ihrem Herrn.

Produktdetails

  • Material: Bronze oder echt versilbert
  • Abmessungen: 3,5 x 2,9 cm
  • Lieferumfang: 1 m schwarzes Lederband
  • Herstellungsart: Replik

Spezifikationen

Material
Material Bronze, Versilbert
Größeninformation
Länge 1 m
Weitere Informationen
Hersteller Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.com/de
Andere
Maße 3,5 x 2,9 cm