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Germanischer Sonnenrad-Anhänger

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Historisches Vorbild aus der Merowingerzeit

Dieser germanische Anhänger in Form eines Sonnenrads orientiert sich an einer fränkischen Zierscheibe der Merowingerzeit. Das historische Original befindet sich in der Ausstellung des Römisch-Germanischen Museums in Köln und wird auf das späte 6. oder frühe 7. nachchristliche Jahrhundert datiert. Die Scheibe stammt aus der Sammlung des Barons von Diergardt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts historische Objekte erwarb. Obwohl der genaue Ursprung der Scheibe unbekannt ist, wird sie typologisch der fränkischen Merowingerzeit zugeordnet.

Verbreitung in der frühmittelalterlichen Mode

Frühmittelalterliche Zierscheiben in Form von Sonnenrädern waren bei Franken, Alamannen und Bajuwaren seit der Mitte des 6. Jahrhunderts n. Chr. verbreitet. Sie dienten als Schmuckanhänger an der germanischen Frauengewandung. Das historische Vorbild misst 8,4 cm im Durchmesser, während die hier angebotene Nachbildung mit 4,5 cm auf etwa die Hälfte verkleinert wurde.

Materialwahl und Verarbeitung

Der Sonnenrad-Anhänger ist aus hochwertiger Bronze gefertigt oder erhältlich in echt versilbert. Diese germanischen Zierscheiben der Merowingerzeit waren meist aus Bronze, seltener aus Eisen und noch seltener aus Silber oder Gold. Sie waren häufig durchbrochen und mit aufwendigen Punzierungen versehen.

Tragetradition und Bekleidungsdetails

Diese Zierscheiben wurden einzeln am Gürtelgehänge von Frauen an einem Band getragen. Das Band hing vom Gürtel der Trägerin herab, an dem sich auch weitere Amulette oder Geräte befanden. Ein schwarzes Lederband in 1 m Länge liegt dem Sonnenrad-Anhänger bei. Die größte Verbreitung dieser Schmuckstücke fand sich in der alemannischen, fränkischen und bajuwarischen Frauenmode, bevor sie mit zunehmender Christianisierung allmählich verschwanden.

Symbolik und religiöse Bedeutung

Viele germanische Zierscheiben zeigten abstrakte, geometrische Muster in symmetrischer Aufteilung, die an ein stilisiertes Sonnenrad erinnern. Einige stellen Schlangen oder Vogelköpfe im Tierstil I dar, oft als Triskele oder Vierpass angeordnet. Eine religiöse Funktion im Sinne eines fest umrissenen Sonnenkultes ist bei den Germanen des frühen Mittelalters nicht mehr belegbar. Vielmehr wurden die Anhänger als symbolisch aufgeladene Schmuckobjekte mit apotropäischer, also schutzbringender Bedeutung verstanden. Sie führten traditionelle, vorchristliche Bildmotive weiter, wobei sich in der Merowingerzeit heidnische Symboltraditionen und christliche Einflüsse überlagerten. Sonnenradmotive gelten daher weniger als Ausdruck eines geschlossenen Glaubenssystems, sondern als Teil einer ikonografischen Kontinuität, die bis in vorchristliche Zeiten zurückreicht und im frühmittelalterlichen Kunsthandwerk neu interpretiert wurde.

Produktdetails

  • Material: Bronze oder echt versilbert
  • Abmessungen: 4,5 cm Durchmesser
  • Lieferumfang: Inklusive schwarzem Lederband (1 m Länge)
  • Historische Vorbildgröße: 8,4 cm Durchmesser

Spezifikationen

Material
Material Bronze, Bronze Versilbert
Größeninformation
Abmessungen 4,5 cm
Weitere Informationen
Hersteller Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.com/de