Historische Grundlage
Dieser durchbrochen gearbeitete Schmuckanhänger orientiert sich an einer Scheibenfibel aus dem 10. Jahrhundert, die dem Jellingestil zugeordnet wird. Das historische Vorbild wurde in dieser Ausführung nicht nur in Birka, sondern auch in Haithabu in Norddeutschland, Schweden, Dänemark und England gefunden. Ein besonderes Fundstück stammt aus Deutschland und wurde in einem romanischen Kirchturm im Ort Dähre im Altmarkkreis Salzwedel geborgen.
Der Jellingestil
Der nach dem Hauptfund aus dem Königsgrab von Jelling in Dänemark benannte Kunststil erlebte seine Blütezeit in der Mitte des 10. Jahrhunderts. Er entstand durch angelsächsische Einflüsse in Skandinavien, wodurch die schmalen, langgestreckten Tierfiguren der insularen Kunst Eingang in die wikingerzeitliche Gestaltung fanden. Diese Elemente verdrängten allmählich das in Skandinavien vorherrschende Greiftier als wichtigstes Motiv. Abbildungen in diesem Stil finden sich an Schmuckstücken, Runensteinen sowie an Gebrauchsgegenständen aus Metall und Stein.
Gestaltungselemente
Schmale und langgestreckte Tierfiguren dominieren den Jellingestil. Sie werden bandförmig und meist S-förmig im Profil dargestellt, wobei der Körper der Tiere oft mit einer Art Leitermuster oder perlartiger Verzierung versehen ist. Der Stil war besonders in Großbritannien und auf der Isle of Man beliebt, wo sich mehrere Runenkreuze in dieser Gestaltung befinden.
Produktdetails
- Material: Bronze oder versilbert
- Abmessungen: 4 x 3,5 cm
- Lieferumfang: Solides Lederband in 2 mm Stärke