Historisches Vorbild und Datierung
Dieser Schmuckgegenstand ist eine Nachbildung eines antiken Anhängers, dessen Original aus einer Sammlung in England stammt. Das historische Exemplar wurde auf den Zeitraum zwischen 49 und 200 nach Christus datiert. Es handelte sich um einen Teil eines Pferdegeschirrs, der aus einer Kupfer-Legierung gefertigt war. Die Form des Anhängers ist als Halbmond gestaltet, was ihn als typisches Beispiel für die Schmuckformen dieser Epoche ausweist.
Symbolik und kulturelle Bedeutung
Halbmondförmige Anhänger, die als Lunulae bezeichnet werden, wurden in der Antike in fast allen römischen Siedlungen, Militärlagern und auf Gräberfeldern gefunden. Sie repräsentierten die Mondgöttin Luna und dienten Mädchen sowie jungen Frauen als Amulett. Diese trugen das Schmuckstück bis zu ihrem Hochzeitstag am Hals, um Fruchtbarkeit, Segen und Schutz vor dem bösen Blick zu erlangen. Auch in der modernen Deutung steht der Mond für feminine Kraft, weibliche Identität sowie für Sinnlichkeit, Intuition und Kreativität.
Verbreitung und apotropäischer Schutz
Im gesamten Mittelmeerraum waren Lunulae weitverbreitet und fungierten als apotropäische Amulette. Besonders Mädchen trugen kleine Mond-Anhänger, die vor Zauberei, bösen Mächten und dem bösen Blick schützen sollten. Diese Schutzfunktion wird auch durch Funde an römischen Statuen und Gemälden belegt, etwa durch ein Bild aus den Grabungen in Hawara, das eine Frau mit einem solchen Halbmond-Anhänger zeigt. Der Gegenstand symbolisierte somit die magische Verbindung zwischen Frauen und dem Mond.
Einsatz im römischen Heer
Während der Römischen Kaiserzeit dienten diese Anhänger auch zur Verzierung von Pferdegeschirren. Der Halbmond galt bei den Römern als allgemeines Schutzsymbol, das Pferd und Reiter vor Unheil bewahren sollte. Römische Pferdegeschirre waren häufig mit kleinen dekorativen Schmuck-Anhängern aus Buntmetall ausgestattet, die oft zusätzlich verzinnt oder versilbert waren. Das Typenspektrum umfasste insbesondere phallusförmige Fascinum- und halbmondförmige Lunula-Anhänger, die ab der spätaugusteischen Zeit in der gesamten römischen Kavalerie verbreitet waren.
Entwicklung der Typen
Ab der claudisch-neronischen Zeit kamen auch blatt-, pelta- und tropfenförmige Typen in Gebrauch, die bis ins zweite Jahrhundert verwendet wurden. Besonders die halbmondförmigen Lunula-Anhänger hielten sich jedoch bis in das Frühmittelalter. Der hier angebotene Anhänger ist als detailgetreue Replik in hochwertiger Bronze oder in echt versilberter Ausführung erhältlich.
Produktdetails
- Abmessungen: 3,9 x 2,9 cm
- Material: Bronze oder echt versilbert
- Lieferumfang: 1 m langes schwarzes Lederband
Specifications
| Material | |
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| Material | Bronze, Versilbert |
| Größeninformation | |
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| Abmessungen | 3.9 x 2,9 cm |
| Weitere Informationen | |
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| Hersteller | Pera Peris - Haus der Historie Inh. Peer Carstens, Reinhardtsgrimmaer Str. 3, D -01744 Dippoldiswalde, www.peraperis.de |