Historische Funktion und Entwicklung
Im hohen Mittelalter diente die Gebendenadel dazu, ein Gebende zu befestigen, das aus einem Kinn- und Stirnriemen aus Stoff bestand und um den Kopf gelegt wurde. Dieser Riemen wurde oft sehr straff angelegt, was beim Essen und Sprechen behinderte, um die weibliche Züchtigkeit und Würde zu unterstreichen. Das Gebende wurde sowohl mit als auch ohne Schleier getragen; der Schleier selbst wurde mit dem Schapel, einem zarten Stirnreif, auf dem Haupt gehalten. Im späten Mittelalter veränderte sich die Kleidersitte hin zu Kopftüchern, die oberhalb der Schläfen zusammengehalten wurden, wofür die spätmittelalterliche Kugelkopf-Nadel verwendet wurde. Kleinere Exemplare dienten auch als Stecknadel.
Material und Ausführung
Diese Replik ist 6 cm lang und besteht aus Draht mit einer Stärke von 1,5 mm. Im Gegensatz zum historischen Vorbild, bei dem der Nadelkopf aus Draht gehämmert war, wird hier eine gegossene Kugel verwendet. Die Nadel ist aus hochwertigem Messing gefertigt oder in echt versilbert erhältlich.
Produktdetails
- Material: Messing oder echt versilbert
- Länge: 6 cm
- Drahtstärke: 1,5 mm
- Herstellungsart: Gegossener Kugelkopf